Kongress Armut und Gesundheit 2022: Was jetzt zählt

Vom 22. bis 24.3.2022 fand der Public Health-Kongress Armut und Gesundheit in digitaler Form statt. Unter dem Motto “Was jetzt zählt” brachten mehr als 500 inhaltlich beteiligte Referierende ihre Expertise in die Diskussionen rund um gesundheitliche Ungleichheit, sozialen Determinanten von Gesundheit und Public Health in Deutschland ein. Über 100 Veranstaltungen fanden an insgesamt drei Kongresstagen statt. Mehr als 2.000 Teilnehmende nehmen am Kongress teil.

Der Kongress Armut und Gesundheit schafft seit 1995 ein kontinuierliches Problembewusstsein für gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland. Einmal im Jahr kommen hier Akteur*innen aus Wissenschaft, Gesundheitswesen, Politik, Praxis und Selbsthilfe zusammen. Dabei problematisieren wir die gesellschaftlichen Strukturen und diskutieren Veränderungspotenziale. Aktuelle Forschungsergebnisse werden ebenso vorgestellt und vertieft wie neue Strategien, Lösungsansätze und Erfahrungen aus der Praxis. Mit dem Engagement aller Akteur*innen und Teilnehmenden des Kongresses erfährt eine heterogene Gruppe von Menschen eine Lobby, die oftmals wenig Unterstützung erhält.

Keynote "Was jetzt zählt" von Prof. Allmendinger online

Die Keynote des diesjährigen Kongresses hielt  Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie stand unter dem Eindruck des Ukraine-Krieges.

Der Mitschnitt der gesamten Eröffnung findet sich ab sofort auf unserer Webseite.

Video-Mitschnitte für registrierte Teilnehmende einsehbar

Alle registrierten Teilnehmenden des Kongresses können zudem die Mitschnitte des ersten Kongress-Tages auf unserer Kongressplattform einsehen. In den nächsten Tagen laden wir auch weitere Videos hoch. Diese stehen Ihnen für die Dauer von zwei Monaten zum Nachschauen zur Verfügung.

Satellit "ÖGD - ein moderner Public Health-Dienst" dokumentiert

Am 21. März fand die Satellitentagung "Der ÖGD - ein moderner Public Health-Dienst" statt. Hier überlegten Public Health-Praxis, Wissenschaft und Nachwuchs im gemeinsamen Austausch, wie die Mittel aus dem „Pakt für den ÖGD“ sinnvoll genutzt werden können, um den ÖGD nicht nur für den Infektionsschutz, sondern auch als kommunalen Akteur für die Bekämpfung gesundheitlicher Ungleichheit nachhaltig aufzustellen. Die Dokumentation (work in progress) findet sich hier: www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/satellit-armut-gesundheit/satellit-2022/

Pressestimmen zum Kongress 2022

Im Nachgang des Kongresses sammeln wir die Berichterstattung zu unseren Themen auf unserer Webseite. Fehlt ein Artikel? Schreiben Sie uns gern, dann nehmen wir ihn auf.

Hört mal: Unser Podcast Armut und Gesundheit

In unserer aktuellen Podcast-Folge (11.3.2022) kommen wir mit Tina Röthig, Dorothée Remmler-Bellen und Dagmar Starke ins Gespräch zu den Handlungsfeldern "Gemeinschaftsaktionen", "Gesundheitskompetenz" und den "Gesundheitsdiensten" der Ottawa-Charta, die auch den diesjährigen Kongress sturkturieren. Die neue Folge soll Lust auf's Programm machen. Hier geht's lang zum Reinhören!

Rahmenpapier zur Novellierung des Präventionsgesetzes

Lesen Sie das Ergebnis einer Analyse durch eine Expert*innenrunde aus der Public Health-Forschung und -Praxis zur Umsetzung des PrävG (2015). Es bietet Handlungsperspektiven für die Gesundheitspolitik zur dringend benötigten Weiterentwicklung dieses Gesetzes.

Fotos: André Wagenzik & Icons: Do Ra / fotolia.com