Umweltbundesamt

Das Umweltbundesamt (UBA) ist die zentrale wissenschaftliche Umweltbehörde Deutschlands. Rund 1.800 Mitarbeiter*innen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen beobachten und bewerten den Zustand der Umwelt. Das UBA berät die Politik und arbeitet an Gesetzesvorschlägen mit. In Laboren, Simulationsanlagen und Messstationen erhebt und analysiert das UBA eigene Umweltdaten und die Dritter. Gleichzeitig arbeitet es eng mit den Landesumwelt- und Gesundheitsbehörden zusammen.

Neben der „rein“ wissenschaftlichen Arbeit sind der Vollzug der Umweltgesetze – beispielsweise das Chemikalien- oder das Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz – und die Information der Bürger*innen in Fragen des Umweltschutzes weitere Schwerpunkte der täglichen Arbeit.

Das UBA ist deutscher Ansprechpartner für internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die United Nations Economic Commission for Europe (UNECE), das United Nations Environment Programme (UNEP) sowie die Europäische Umweltagentur (EEA).

Ein wichtiger Forschungsbereich des UBA ist der Zusammenhang zwischen Umwelt und Gesundheit. Menschen mit geringem Einkommen und niedriger Bildung sind oft höheren Umweltbelastungen ausgesetzt als sozial besser gestellte Menschen. Dem Thema soziale (Ungleich-)Verteilung von Umweltbelastungen und -ressourcen sowie der gesundheitlichen Folgen widmet sich das Umweltbundesamt unter der Überschrift „Umweltgerechtigkeit“. Ziel ist es, gesunde Umwelt- und Lebensverhältnisse für alle zu schaffen.

Studien zeigen, dass Umweltbelastungen in Deutschland sozial ungleich verteilt sind:

  • Der soziale Status (z. B. Bildung und Einkommen) beeinflusst, wie stark Menschen Umweltbelastungen ausgesetzt sind.
  • Menschen mit niedrigem Sozialstatus leben häufiger:
    • an stark befahrenen Straßen (mehr Lärm und Luftschadstoffe)
    • in Wohngebieten mit weniger Grünflächen
  • Dadurch haben sie oft:
    • höhere gesundheitliche Risiken
    • geringere Erholungs- und Bewegungsmöglichkeiten

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