Schriftliches Grußwort von Bundesminister Jens Spahn anlässlich des Kongresses Armut und Gesundheit in Berlin

 

 

Jens Spahn

Bundesminister

Mitglied des Deutschen Bundestages

Foto: BMG/Maximilian König

Herkunft und Zukunft - diese Wörter sind offensichtlich verwandt. Schon daran lässt sich ablesen, wie stark seit jeher das Lebensumfeld, aus dem ein Mensch kommt, den Werdegang mitprägt. Damit Menschen jeder Herkunft in Zukunft möglichst gleiche Entwicklungschancen offen stehen, bringt der Verein Gesundheit Berlin-Brandenburg mit dem Kongress ,,Armut und Gesundheit" die Debatte darüber voran, was konkret zu tun ist. Das ist auch ein wichtiges gesundheitspolitisches Anliegen. Deshalb habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft übernommen.

Das Kongressmotto „Politik Macht Gesundheit" stellt unmissverständlich fest: Politik hat eine große Verantwortung gerade für diejenigen, die gesundheitsförderliche Lebensbedingungen nicht in die Wiege gelegt bekommen. Wer um wirtschaftliche Existenz kämpft, widmet der Gesundheit oft nicht die Aufmerksamkeit, die sie bräuchte. Deshalb müssen wir noch mehr diejenigen erreichen, bei denen das Bewusstsein für den eigenen Beitrag zur Gesundheit bisher wenig ausgeprägt ist oder deren Lebensumstände nicht gesundheitsförderlich sind. Das Präventionsgesetz ist ein Anfang, um ganzheitlich, vor Ort, in den Kommunen, da wo Menschen leben, spielen, lernen und arbeiten, gesundheitsorientierte Angebote entstehen zu lassen und diese ganz selbstverständlich in den Lebensalltag zu integrieren. Aus dem Präventionsgesetz hervorgegangen ist das „GKV-Bündnis für Gesundheit", das sich verstärkt um die soziallagenbezogene Gesundheitsförderung kümmert. Und schon in wenigen Monaten liegt uns der erste Präventionsbericht vor, von dem wir weitere Anhaltspunkte erwarten, um Gesundheitsförderung und Prävention gezielt und besonders auch mit Blick auf sozial bedingte Ungleichheit weiter entwickeln zu können.

Wenn es um gesundheitsförderliche Lebensbedingungen geht, spielen alle Politikbereiche eine Rolle. Bezahlbare Wohnungen und weniger Lärm gehören genauso dazu wie der Anschluss an die Versorgungsinfrastruktur und ein gesundes Essen in Kindergärten und Schulen. „Politik Macht Gesundheit" lässt sich als Chance für die vielen Engagierten  verstehen, die sich in vielfältigen Initiativen für Verbesserungen einsetzen, auch außerhalb politischer Entscheidungsgremien.

Ich danke „Gesundheit Berlin-Brandenburg", den zahlreichen Partnerinnen und Partnern und allen Teilnehmenden, die diesen Anspruch zum Kongress „Armut und Gesundheit" mitbringen und wünsche einen gelingenden Austausch!

Kontaktdaten

Fragen rund um den Kongress Armut und Gesundheit beantwortet Ihnen das Kongress-Team.

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Fon: 030 44 31 90 73
Fax: 030 44 31 90 63


Programm & Anmeldung 2019

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