Erstmalige Verleihung des Carola Gold-Preises für gesundheitliche Chancengleichheit

Foto: André Wagenzik

Erstmals wurde im Rahmen des 18. Kongresses Armut und Gesundheit der Carola Gold-Preis verliehen. Für diesen Preis wurden insgesamt 34 Personen nominiert, die sich in besonderer Weise für gesundheitliche Chancengleichheit und die Qualitätsentwicklung in der kommunalen Gesundheitsförderung einsetzen. Preisträger sind Heinz Hilgers und Eva Göttlein.


Eva Göttlein ist Leiterin der von der Kommune Fürth getragenen Projektagentur Göttlein. Diese koordiniert die Umsetzung von (Mikro-)Projekten in Stadtteilen des sozialen Brennpunkts: Obst für die große Pause, Schwimmkurse für Hortkinder etc. Dies stärkt die soziale Gemeinschaft und trägt zum gesundheitlichen Wohlbefinden der Bewohner/innen bei. Im Rahmen der vom Deutschen Institut für Urbanistik durchgeführten Studie "Mehr als gewohnt – Stadtteile machen sich stark für Gesundheitsförderung" wurden u.a. im Programmgebiet Soziale Stadt Fürth Innenstadt Ansätze der Primärprävention bei Kindern und Jugendlichen v.a. in sozial benachteiligten Stadtteilen analysiert. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse leisten  einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung.

Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes und ehemaliger Bürgermeister von Dormagen, setzt sich bereits seit vielen Jahren für bessere Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen ein. Das Modell einer Präventionskette in Dormagen wurde bundesweit zum Vorbild für viele Kommunen und hat auch den kommunalen Partnerprozess „Gesund aufwachsen für alle!“ des Kooperationsverbundes „Gesundheitliche Chancengleichheit“ mitgeprägt. In diesem Modell werden präventive und gesundheitsförderliche Angebote über Ressortgrenzen hinweg aufeinander abgestimmt, um für alle Familien und zu jedem Zeitpunkt die richtige Unterstützung zu bieten.

Foto: André Wagenzik

Der Carola Gold-Preis wurde gemeinsam vom Vorstand von Gesundheit Berlin-Brandenburg und dem Steuerungskreis des Kooperationsverbundes „Gesundheitliche Chancengleichheit“ ins Leben gerufen.

Carola Gold war die langjährige Geschäftsführerin von Gesundheit Berlin-Brandenburg und Leiterin der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes „Gesundheitliche Chancengleichheit“. Sie setzte sich maßgeblich für eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Menschen in schwieriger sozialer Lage ein. Mit Mut, Durchsetzungsvermögen und auch Humor gelang es ihr, Netzwerke zu knüpfen, Themen zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung zu setzen und diese voranzutreiben.