Carola Gold-Preis für Ingeborg Simon und Andreas Mielck

 

Ehrung für herausragendes Engagement im Bereich der gesundheitlichen Chancengleichheit

Bild: Gesundheit Berlin-Brandenburg

Im Rahmen der Abendveranstaltung des Kongresses Armut und Gesundheit wurde am 13. März 2014 zum zweiten Mal der Carola Gold-Preis für besonderes Engagement für mehr gesundheitliche Chancengleichheit verliehen. Musikalisch wurde die Preisverleihung durch den Cellisten Martin Klenk untermalt.

„Keine Studentin oder Student des Public Health, keine Wissenschaftskollegin in diesem Bereich hat nicht Berührung mit seinem Wirken und Publikationen.“ Mit diesen Worten begann die Laudatio für den ersten Preisträger des Abends, Dr. Andreas Mielck vom Helmholtz Zentrum München, Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen. „Er hat in den letzten Jahrzehnten maßgeblich dazu beigetragen, dass gesundheitliche Ungleichheit bei Mortalität, Morbidität, gesundheitlichen Belastungen und Ressourcen auf die politische und gesellschaftliche Tagesordnung gesetzt wird“, so Prof. Christiane Deneke. Andreas Mielck betonte bei der Entgegennahme des Preises, dass Wissenschaft immer nur als Diener der Praxis  zu verstehen sei und die Ehrung den Praktikerinnen und Praktikern gebühre.

Die zweite Preisträgerin war Ingeborg Simon, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Volkssolidarität, Landesverband Berlin. Der Landesseniorenbeirat Berlin fasst die Begründung auf seiner Internetseite treffend zusammen: „(Sie wurde) für ihr unermüdliches Engagement in den unterschiedlichsten Gremien, um mehr Gerechtigkeit in der gesundheitlichen Versorgung zu erreichen, ausgezeichnet.“ Prof. Dr. Rolf Rosenbrock unterstrich als Laudator ihren beharrlichen Einsatz und bedankte sich für eine langjährige Zusammenarbeit: „Ich hätte nie gedacht, liebe Ingeborg, dass ich eines Tages die Ehre haben werde, Dir diesen Preis zu überreichen. Wenn Carola zusehen würde, wäre sie höchst zufrieden mit der Entscheidung!“ Ingeborg Simon erinnerte sich in ihrer Dankesrede an gemeinsame Abende mit Carola Gold, deren strategische Weitsicht sie stets geschätzt habe.

 

Richtungsgeberin Carola Gold

Bild: André Wagenzik

Die im April 2012 verstorbene, ehemalige Geschäftsführerin von Gesundheit Berlin-Brandenburg und Leiterin der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit, Carola Gold, hat sich mit besonderer Hingabe für eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Menschen in schwieriger sozialer Lage eingesetzt.

Cornelia Stretz, die als Künstlerin die Preise gestaltet hat, beschreibt sie in ihrem Gedicht Der Baum des Reisenden/Gedanken zu Carola als einen „Richtungsgeber, ein Zeiger für die Himmelsrichtungen, eine Hilfe für Verirrte...“. Carola Gold war für viele Menschen genau solch eine „Richtungsgeberin“. Sie war Inspiration, Vorbild und Leitfigur. Durch den Preis soll das Anliegen, gesundheitliche Chancengleichheit zu stärken öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. Personen, die sich in herausragender Weise im Bereich der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung einsetzen, sollen damit geehrt werden. Mit Ingeborg Simon und Dr. Andreas Mielck konnten erneut zwei würdige Preisträger/innen ausgezeichnet werden. Im vergangenen Jahr waren Eva Göttlein und Heinz Hilgers mit dem Carola Gold-Preis geehrt worden.

Im Anschluss an die Preisverleihung konnten bei Wein, Sekt und belegten Brötchen viele Gespräche weitergeführt oder begonnen werden. Über 80 enge Partner, Wegbegleiterinnen, Freunde sowie die Familie von Carola Gold nahmen an der Veranstaltung teil.

Die Verleihung des Carola Gold-Preises ist eine Aktivität von Gesundheit Berlin-Brandenburg und den Mitgliedern des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit. Er wurde offiziell durch den Vorstand von Gesundheit Berlin-Brandenburg sowie den Steuerungskreis des Verbundes ins Leben gerufen. Getragen wird der Preis von den Landesvereinigungen für Gesundheit sowie dem AWO Bundesverband.