Ausgrenzung mit System? Inklusion macht Gesundheit! Gesundheitliche Teilhabe komplex behinderter Menschen.

Ort:    TU Berlin, Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
Raum: 3005, 3. Etage Altbau, s. a. Leitsystem



Ablauf:

14:30 Uhr | Einlass

15:00 Uhr | Impulsreferate

16:30 Uhr | Pause

17:00 Uhr | Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung

18:00 Uhr | Häppchen und Zeit für Gespräche 

Veranstalter: Spastikerhilfe Berlin eG für die AG MZEB im Paritätischen LV Berlin


 

Anmeldung: auskunft(at)patiententelefon.de
Fax: (030) 22 500-130

Zugänglich für Menschen im Rollstuhl, bitte Bedarf nach Schrift- und Gebärdendolmetschende anmelden.

Programm

Impulse 15.00 bis 16.30 Uhr

Grußwort

Klaus Uwe Benneter (Aufsichtsratvorsitzender der Spastikerhilfe Berlin eG)

Grußwort

Dr Gabriele Schlimper (Geschäftsführerin Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Berlin e. V.)

Christine Braunert-Rümenapf (Referentin des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung)

Michael Ertel (Arzt, Spastikerhilfe Berlin eG)

Transition von Jugendlichen mit mehrfach Schwerbehinderung – Erfahrungen aus dem BTP

Jana Findorff, (Fallmanagement DRK Kliniken Westend, Berliner TransitionsProgramm)

Selbstbestimmt gesünder leben in Berlin - Prävention und Gesundheitsförderung für Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderung

Ines Olmos, (MPH, Special Olympics)

Zwischen den Stühlen - die besonderen Bedarfe von Menschen mit einer seelischen Behinderung

Dr med. Thomas Götz (Landesbeauftragter für Psychiatrie, Land Berlin)

Maßstab für die Solidargemeinschaft: Gesundheitsversorgung komplex behinderter Menschen

Dr med. Ellis Huber (AG MZEB, stv. Vorsitzender Paritätischer Landesverband Berlin)

Rand. Macht. Solidarität! - MZEB. Aids-Hilfe und Wohnungslose machen vor, wie das Gesundheitssystem sich öffnen kann.

Reinald Purmann (AG MZEB, Aufsichtsrat Spastikerhilfe eG)

Karin Stötzner (Patientenbeauftragte, Land Berlin)


Podiumsdiskussion 17.00 bis 18.00 Uhr


Moderation: Klaus Uwe Benneter

  • Wolf-Dietrich Trenner (Angehöriger, Patientenvertreter GBA, Vorstand FG Taubblinde)
  • Dilek Kolat (Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, angefragt)
  • Mechthild Rawert (MdB, SPD, Ausschuss für Gesundheit, Chairperson Sub-Committee on Disability and Inclusion)
  • Catherina Pieroth (MdA, Sprecherin für Gesundheitspolitik, Fraktion Bündnis 90/Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin
  • Thomas Seerig (MdA, FDP, Sprecher für Sozial- und Behindertenpolitik sowie Pflege der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin)
  • N. N. (Kassenärztliche Vereinigung Berlin angefragt)

 

 

Inhalt

Es geht um die Entwicklung einer spezialisierten integrierten Versorgung für Menschen mit geistigen und schweren Mehrfachbehinderungen nach § 119c SGB V (s. a. Berliner Koalitionsvereinbarung 2016-2021, MZEB, Zeile 292 ff.: Gleichberechtigter Zugang zum Gesundheitswesen).

Eine besondere Herausforderung für die Medizin stellt die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit geistiger und Mehrfachbehinderung dar. Leider hat sich die Hoffnung, mit dem  § 119c SGB V könnte sich die finanzielle Absicherung eines multiprofessionellen Behandlungsangebots umzusetzen lassen, bisher nicht erfüllt.

Es wird auf die ambulante ärztliche Regelversorgung verwiesen. Die mangelnde Sicherstellung in der Regelversorgung hat den Gesetzgeber jedoch erst zur Schaffung des § 119c SGB V veranlasst.Bis zu 90 Prozent der Praxen sind nicht barrierefrei zugänglich, Ärztinnen und Ärzte kennen sich regelmäßig nicht mit den Behinderungen und den begleitenden Erkrankungen aus, die betroffenen Versicherten gelten eher als nicht wartezimmerfähig. Auch der Gesundheitslotse der KV Berlin verzeichnet keine entsprechenden Angebote.

Aus einer spezialisierten Versorgung durch die Kinder- und Jugendambulanzen/Sozialpädiatrischen Zentren (KJA/SPZ) oder die  Sozialpädiatrischen Ambulanzen an den Kliniken (SPZ) fallen die Menschen mit komplexen Behinderungen nach dem 18. Lebensjahr zurück auf eine unzureichende Basisversorgung. Sie werden dadurch in ihrer gesundheitlichen Teilhabe eingeschränkt und erleiden langfristig vermeidbare gesundheitliche Schäden.

Ihre Ansprechpartnerin

AG MZEB beim Paritätischen Landesverband Berlin

Koordinatorin:Evelyne Hohmann

Fon: 030-88921858 (Patiententelefon)

 

Das Programmheft des Kongresses Armut und Gesundheit 2017 vermittelt Ihnen einen Eindruck von der Themenvielfalt des Kongresses.